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  • Günter Holasek

Montagsbotschaft

Provokation.


1. Bildungssprachlich Herausforderung, durch die jemand zu unbedachten Handlungen veranlasst wird oder werden soll.

2. Medizin Künstliche Auslösung von Krankheitserscheinungen (zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken).


Heute will ich mal auf die bildungssprachliche Bedeutung einer Provokation eingehen. Warum sind Provokationen so wirksam und welche Menschen fallen besonders leicht darauf herein? Was sind negative und was positive Provokationen? Menschen mit geringem Selbstbewusstsein und Desinteresse an echten wissenschaftlichen Fakten sind leicht zu provozieren und somit manipulierbar. Sie haben die Selbstverantwortung abgegeben und sich dadurch die Möglichkeit zu einem selbstbestimmten Leben genommen. Es ist eben so viel einfacher, sich im Leben um nichts kümmern zu müssen. Die "Anderen" werden es schon richten. Man wird gelebt, ohne sich dessen bewusst zu sein. Wird dieses vermeintlich heile Weltbild in Frage gestellt, schlägt einem sofort höchster Widerstand entgegen, sehr oft gepaart mit Wut und Hass. Diese Menschen verlieren leicht die Fassung und hinterfragen nur äußerst ungern ihre antrainierten Konditionierungen. So werden sie zu Opfern ihrer selbst auferlegten Begrenzungen. Sie lassen sich von Dogmen blenden und durch Behauptungen überzeugen. Alles Wissen und alle Erkenntnisse, die mit ihren Wertvorstellungen kollidieren könnten, werden peinlichst vermieden. Sie fühlen sich stark und sicher, wenn sie im Schutze des sogenannten Mainstreams agieren können. Es sind sehr bedauernswerte Geschöpfe, willige Diener des Staates und der alteingesessenen Institutionen. Weiterentwicklung ist unerwünscht und Unwissenheit wird zum Selbstschutz. Dabei will ich es nun belassen und nun etwas über positive Provokationen zum Besten geben. Ein ausgeglichener, gelassener und selbstbewusster Mensch lässt sich nicht durch negative Provokationen aus der Ruhe bringen. Er durchschaut die manipulativen Spiele und bietet keine Angriffsfläche. Auf der anderen Seite ist er jedoch sehr offen für sachliche Kritik und stellt sich den Herausforderungen des Lebens. Zu seinen Stärken gehören Empathie, Neugier, Wissensdurst und Flexibilität. Ihm entgegen gebrachte, anregende Provokationen nimmt er humorvoll zur Kenntnis und integriert, für Außenstehende nicht wahrnehmbar, sofort neue Erkenntnisse und Weisheiten in seinen Lebensplan. Natürlich wird so ein Mensch nicht davon ablassen andere zu provozieren, doch seine Motivation ist die Weiterentwicklung seines Gegenübers, ohne ihn verletzen oder beleidigen zu wollen. Echte Anteilnahme und der Wunsch des Glücks und der Freude für alle Lebewesen zieren seine Seele. Auf diese Weise dient Provokation dem Leben und der Weiterentwicklung. Und doch bleibt es wichtig, das eigene Denken und Handeln immer wieder zu hinterfragen, um gegebenenfalls unerwünschte und schädliche Konditionierungen verhindern oder korrigieren zu können.

So sei es.


Greybeard




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