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  • Günter Holasek

Montagsbotschaft

Solidarität.


Solidarität (von lateinisch "solidus", gediegen, echt, fest) oder solidarisch bezeichnet eine zumeist in einem ethisch-politischen Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit und der Unterstützung mit Ideen, Aktivitäten und Zielen anderer. Sie drückt ferner den Zusammenhalt zwischen gleichgesinnten oder gleichgestellten Individuen und Gruppen und den Einsatz für gemeinsame Werte aus.

Um den Wert von Solidarität erfassen zu können, möchte ich auf die Bedeutung der Worte "gediegen, echt, fest" eingehen. "Gediegen" bedeutet "ohne Beimischung, rein, massiv", "echt" bedeutet "unverfälscht" und "fest" in diesem Zusammenhang "unerschütterlich, unbeirrbar, unwandelbar".

Also sollte ein Mensch, bevor er sich für etwas oder jemandem solidarisch erklärt, dessen Motivation ergründen. Solidarität, die durch Manipulation, Täuschung, Betrug und Lügen erlangt wurde, hat auf Dauer keinen Bestand, da sie als Machmittel missbraucht wird und den Menschen oft unermesslichen Schaden zufügt. Bewusst manipulativ eingesetzte Solidarität ist ein Massenmissbrauchsmittel. Besonders leicht lassen sich Menschen für fehlgeleitete Solidarität aktivieren, die durch jahrzehntelangen, exzessiven und unkritischen Medienkonsum indoktriniert und schleichend entmündigt wurden. Sie legen keinen Wert auf faktenbasierte Information, sondern schließen sich leichtgläubig jeder plausibel erscheinenden Meinung an. Wenn einige Führungspersönlichkeiten voran schreiten und die lernunwillige Masse mit Scheinargumenten überzeugen können, wird die Sache zum Selbstläufer. Dazu gibt es in der Geschichte genug Beispiele. Auch die aktuelle Lage auf der ganzen Welt zeigt dieses Phänomen. Es ist eben viel einfacher, nicht selbst denken zu müssen, sich im Schutz der Masse zu bewegen, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Mit dem Strom zu schwimmen erfordert keine Kraft. Doch allzu oft führt einen die Strömung in den Abgrund, bildlich gesprochen zu einem Wasserfall. Nur wenige schaffen die Umkehr oder überleben unbeschadet den Absturz. Sich selbst treu zu bleiben bedeutet, sich zu zeigen, auch auf die Gefahr hin, nicht verstanden oder gar gehasst zu werden. Echte, der Freiheit zustrebende Solidarität bedarf eines wachen Geistes, der geschult ist, die Dinge zu hinterfragen und nicht aus Bequemlichkeit zu allem "Ja" und "Amen" zu sagen. Solidarität, die Menschen schadet, ist keine, sondern Massenmanipulation durch die "Mächtigen", um ihre egoistischen Interessen durchzusetzen. Wer das durchschaut, geht nicht immer den einfachsten Weg, doch dieser Mensch bleibt sich treu und kann sich im Spiegel ohne Bitterkeit, Selbstzweifel und Schuldgefühle anschauen. Er ist im "Reinen" mit sich selbst und nicht fehlgeleitet, entmündigt und manipuliert. Er verspürt keinen Hass gegen Andersdenkende, sondern versucht durch Mitgefühl, Verständnis und Empathie das Herz des anderen zu berühren. Wir brauchen mehr von diesen gereiften Menschen.

So sei es.


Greybeard




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