Suche
  • Günter Holasek

Montagsbotschaft

Konditionierung.


Als klassische Konditionierung bezeichnet man eine Form des Lernens, in der ein Reiz (z.B. Glockenton oder Lichtsignal) ein bevorstehendes Ereignis ankündigt und dadurch eine Reaktion auslöst. Sie wurde durch die Speichelflussexperimente von Iwan Pawlow bekannt.


Bedeutung bezogen auf Denk- u. Verhaltensmuster: Durch Reiz auf eine Denkweise eingestellt sein - das Konditionieren oder das Konditioniert werden.


Es beginnt schon im Mutterleib. Die kommende Seele geht in Resonanz mit den Verhaltensmustern von Vater und Mutter. Konditionierung bedeutet immer auch, dass man unbewusst ein Bewertungssystem übernimmt. So geht es weiter bis zum Erwachsenwerden und weit darüber hinaus, ja man muss sagen, bis zum Tod. Ständig sind wir Einflüssen von außen wie z.B. Schule, Beruf, Gesellschaft, Medien, Politik, usw. ausgesetzt. Man kann Menschen so konditionieren, dass sie andere als Feinde betrachten und sie skrupellos töten! Es gibt kein Leben ohne Konditionierung. Die Grundlagen sind Belohnung und Bestrafung. So entwickeln wir ein Bewertungssystem, das sich bis in alle Lebensbereiche hinein erstreckt. Dies ist nur den wenigsten Menschen bewusst. Wie können wir erkennen, ob eine Konditionierung für uns vorteilhaft ist, oder uns schadet? Wenn eine Konditionierung uns selbst, unsere Familie oder anderen Menschen, durch unser Denken, Reden und Handeln schadet, ist eine Korrektur erforderlich. Für uns selbst ist von Bedeutung, dass wir konditioniert wurden, unseren Selbstwert im Außen zu erlangen. Wir haben das Bedürfnis entwickelt, uns anzupassen, um Anerkennung, Bestätigung, Belohnung, Wertschätzung ja sogar Liebe zu erhalten. Das macht uns verletzbar. Wir ruhen nicht in uns selbst und vergleichen uns immer mit anderen Menschen. Dabei entsteht oft Frustration, Wut, Trauer, Hass, Neid, Missgunst usw. Diese negativen Emotionen machen uns dann nach und nach krank. Sie wirken wie Gift in Körper, Geist und Seele. Also scheint es nicht so schwierig, destruktive Konditionierungen zu erkennen, sie tun uns einfach nicht gut. Alles, was uns nicht gut tut, ist eine Konditionierung und kann korrigiert werden. Doch Liebe und Mitgefühl sind keine Konditionierungen, man kann weder Liebe noch Mitgefühl erzwingen. Sie sind angeboren und oft durch negative Konditionierungen überlagert. Liebe und Mitgefühl sind stets wertfrei und schaden weder uns selbst, noch anderen Menschen. Wenn uns also eine Denkweise, ein Verhaltensmuster oder Bewertungskriterien krank machen, ist es Zeit für eine Umkehr. Um eine neue Konditionierung zu verankern, ist ein Zeitraum von 4 bis 6 Wochen erforderlich. Täglich sollten wir uns mit Gedanken und Vorstellungen des gewünschten Ergebnisses beschäftigen und das so häufig wie möglich über den Tag hinweg. Nur dann wird es gelingen! Es ist wichtig, humorvoll mit sich selbst umzugehen, auch in der inneren Kommunikation und Selbstreflektion. Schuldgefühle, Selbstverachtung, Ängste, Sorgen und Zweifel entstehen aus negativen Konditionierungen. Das sind nicht wir, also lasst uns heute damit beginnen, die innere Welt zu erschaffen, die in uns und im Außen zu Frieden führt.


Greybeard


5 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen