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  • Günter Holasek

Montagsbotschaft

Montagsbotschaft: Einsamkeit.


Für viele Menschen bedeutet Einsamkeit allein sein, ohne Anerkennung, ohne Zuwendung, ohne Bestätigung und ohne Zärtlichkeit. Einsamkeit kann auch bedeuten, dass man nichts mit sich selbst anzufangen weiß, sich isoliert fühlt, Angst vor dem Alleinsein hat oder Angst vor negativen Emotionen. Viele scheuen auch die direkte Auseinandersetzung mit den eigenen Lebensproblemen. In dem Begriff Einsamkeit steckt vielleicht etwas versteckt aber eben dennoch das Wort "Eins", was auf das "Eins sein" und mit sich im "Reinen sein" hindeuten will. Um der empfundenen Einsamkeit entrinnen zu können, ist es wichtig sich den eigenen Ängsten und Zweifeln zu stellen. Doch die meisten negativen Emotionen sind nur Fiktionen, die durch blockierende Konditionierungen, durch hemmende Denk- und Glaubensmuster entstanden sind. Sie entbehren in den meisten Fällen jeglicher Realität und sind unseren meist negativen Denk-Gewohnheiten geschuldet. Egal ob sich ein Mensch in einer festen Beziehung, in einer Familie, im Freundeskreis oder mitten in einer Menschenmenge befindet, kann er sich doch sehr einsam fühlen. Einsamkeit hat wenig mit äußeren Umständen zu tun, sondern beruht auf einer seelisch/mentalen Disharmonie. Auch sehr erfolgreiche Menschen, die im Außen große Anerkennung erfahren, bleiben oft von dem Gefühl der Einsamkeit nicht verschont. Je mehr ein Mensch seine Anerkennung von Werten im Außen abhängig macht, desto mehr wird er sich einsam fühlen, wenn diese wegfällt oder schwindet. Der erste Schritt aus der Einsamkeit beginnt mit der Selbstvergebung. Sich selbst trotz aller Fehler und Schwächen bedingungslos zu lieben schafft die Voraussetzung dafür.

Fast jeder Mensch kennt den Bibelspruch: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!" Das ist der Schlüssel zu einem neuen Leben. Das "Eins sein" beginnt bei sich selbst, im eigenen Herzen, in der Seele. Wer mit sich selbst ins Reine gekommen ist, der erfährt die Anbindung an das Höchste Licht, an die Höchste Liebe, an den Urgrund des Seins.

Die Liebe beginnt zu fließen und Dankbarkeit breitet sich in der suchenden Seele aus. Ein tiefes Gefühl des absoluten "Angenommen sein" manifestiert sich und führt zu einer liebevollen Akzeptanz der eigenen Existenz und der unbeschreiblich faszinierenden Schöpfung.

Gesegnet ist der Mensch, der sich selbst gefunden hat. Egal ob er unter vielen Menschen ist oder ganz alleine in der Natur, er wird sich niemals mehr einsam fühlen. Und er wird erstaunt feststellen, dass alles, was er im Außen suchte, schon immer in seinem Innersten vorhanden war.

Also lasst uns das Glück nicht im Außen suchen, sondern wenden wir uns hingebungsvoll nach Innen. Dort ist unser Glück verborgen und die Sehnsucht der suchenden Menschen wird von der nun aufsteigenden Liebe gesättigt. Vorbei ist die Einsamkeit!

So ist es!


Greybeard




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